Stand: 19.08.2026
Styrodur Styropor Unterschied
Was steckt dahinter?
Styropor ist der bekannte Name für EPS (expandiertes Polystyrol) – kleine Kügelchen werden aufgeschäumt und zu Platten verpresst. Man erkennt es an der sichtbaren Kügelchenstruktur.
Styrodur ist ein Markenname für XPS (extrudiertes Polystyrol) – wie auch das X-Foam®-Sortiment, das wir führen. Hier wird die Masse durchgängig extrudiert, nicht aus Kügelchen verpresst. Das Ergebnis: eine geschlossenere, dichtere Zellstruktur.
Beide Materialien bestehen aus Polystyrol, einem Erdölprodukt – hier unterscheiden sie sich nicht grundsätzlich. Der ökologische Unterschied liegt eher im Detail: XPS-Herstellung ist energieintensiver, hält dafür durch die höhere Belastbarkeit oft länger durch. Unser Hersteller EDILTEC produziert HBCD-frei und ohne FCKW/HFCKW/HFKW, mit Wärmerückgewinnung in der Produktion.
Wann ist das relevant für dich?
Für hoch belastete, druckfeste oder feuchtegefährdete Bereiche (Bodenplatte, Perimeter, Umkehrdach) ist XPS/Styrodur die robustere Wahl:
- Deutlich höhere Druckfestigkeit – hält Belastung besser stand (Bodenplatten, befahrbare Flächen, Umkehrdächer)
- Geringere Wasseraufnahme – geeignet für erdberührte oder dauerfeuchte Bereiche
- Höhere Frost-Tau-Wechselbeständigkeit
Für Standard-Dämmaufgaben ohne besondere Belastung (z. B. normale Fassadendämmung) reicht EPS/Styropor meist aus und spart Kosten – günstiger in der Herstellung und mit breiterer Produktvielfalt am Markt.
Verwechslungsgefahr / Abgrenzung
„Styrodur“ und „Styropor“ sind ursprünglich Markennamen, werden umgangssprachlich aber oft wie Materialbezeichnungen verwendet (ähnlich „Tempo“ für Taschentücher). Technisch korrekt heißen die Materialien XPS bzw. EPS.
Auf einen Blick
| Herstellung | aufgeschäumte Kügelchen, verpresst |
|---|---|
| Druckfestigkeit | mittel bis niedrig |
| Wasseraufnahme | höher |
| Einsatzbereich | |
| Preis |
Häufige Frage
Ist Styrodur besser als Styropor? Worin liegt der Unterschied?